Quo vadis, Smartphone – Wie sieht die Zukunft des Handys aus?

Es gibt wohl kaum noch einen Menschen, der es nicht besitzt: ein Smartphone. Der technische Allrounder hat sich immer mehr zu einem unverzichtbaren Teil unseres Lebens entwickelt und ist für die meisten wohl nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Neue Modelle werden in regelmäßigen Abständen auf den Markt gebracht; sie versprechen eine höhere Auflösung, stärkere Prozessoren, ein neues Design oder bessere Fotos. Doch wie sieht die Zukunft dieser Geräte aus? Trotz neuer Modelle scheint der Markt leicht gesättigt, denn Veränderungen finden fast nur noch im Detail statt. 

Sieht man sich ein paar aktuelle Modelle an, fallen erstmal nur Kleinigkeiten ins Auge, wie die Reduzierung von externen Anschlüssen (z.B. für Kopfhörer), da vermehrt auf Bluetooth gesetzt wird oder die Fokussierung auf kabelloses Laden, um das Design so wenig wie nötig von Aussparungen zu beeinflussen. Aber was ist der nächste große Schritt? Werden Smartphones möglicherweise innerhalb der nächsten Dekade von anderen technischen Entwicklungen abgelöst? Und welche Gadgets könnten ihren Platz einnehmen? Es gibt bereits einige Mutmaßungen, wie die Smartphones der Zukunft aussehen könnten und welche Technologien sich dabei durchsetzen werden. 

Technisch kaum noch verbesserungsfähig

Klar ist, dass die derzeitigen auf dem Markt erhältlichen Smartphones kaum noch zu optimieren sind. Viele Eigenschaften wie Kameraqualität, Bildschirmauflösung oder Prozessoren sind so gut wie ausgereizt; was gleichzeitig bewirkt, dass weniger Produkte gekauft werden. Im Jahr 2017 stand erstmalig ein Rückgang der Verkaufszahlen auf dem Papier. Die Hersteller müssen sich also etwas einfallen lassen, wenn sie neue Geräte verkaufen wollen. Aber wie können solche Innovationen aussehen? Einen kleinen Einblick kann man bereits erhaschen, wenn man sich technische Gadgets wie Smartwatches und sogenannte Wearables anschaut. 

Zwar stehen viele Menschen Smartwatches noch eher skeptisch gegenüber, doch der Markt wächst rasant und die Branche arbeitet weiter an Verbesserungen der kleinen, schlauen Uhren. Mittlerweile können diese nämlich schon fast alles das tun, was auch ein ausgewachsenes Smartphone kann – und die Unterschiede schrumpfen immer weiter, denn es wird bereits an Wearables geforscht, deren Bildschirm sich um das gesamte Handgelenk legen und damit praktisch die Größe eines regulären Smartphones erreichen. Eine Smartwatch ist jedenfalls unheimlich flexibel und praktisch und könnte seinen großen Verwandten in einigen Jahren tatsächlich langsam aber sicher den Rang ablaufen. 

Flexible Displays und Technologien der nächsten Generation 

Wenn Displays sich um das Handgelenk legen, könnte etwas im Weg sein: die Tasten nämlich. Man könnte sich in den kommenden Jahren durchaus auch darauf einstellen, dass unsere Geräte immer weniger auf Tasten bzw. Knöpfe, sondern auf reine Touchscreens, Sensoren und Gesichts- sowie Fingerabdruckerkennung setzen, um die Flexibilität zu erhöhen. Auch wenn die Markteinführung des faltbaren Galaxy Fold von Samsung erstmal gescheitert ist, so wird noch immer an einem solchen Modell getüftelt. 

Doch bewegliche Displays soll es nicht nur auf Geräten geben, sondern überall dort, wo man einen Bildschirm gerade eben benötigt. Hersteller wie Royole arbeiten an vollflexiblen Displays, die sich an allen denkbaren Oberflächen anbringen lassen, zum Beispiel an Taschen oder Textilien wie Kleidung oder Polstern. Damit wären wir wohl endgültig in einem hochtechnisierten, digitalen Zeitalter angelangt, das für viele von uns noch wie Zukunftsmusik klingt. Aber diese vermeintlichen Science-Fiction Erfindungen, die man in älteren Spielfilmen vielleicht belächelt hat, könnten schon bald Realität werden und unser Leben, das bereits jetzt schon untrennbar mit der digitalen Technik verbunden ist, noch intensiver beeinflussen. 

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